Josef Koch Frage/Bridgeproblem senden:
Betreff: Blattbewertung ( 02.07.2026 )

Heute habe ich mal wieder das ewig junge Thema Blattbewertung.
Nord eröffnet mit 1 Pik.
Süd hat ein 4er Pik mit 11 FP, ein Single und ein Double, also eine Hand, die ca. 16 FVP wert ist.
Er bietet daher stop 4 Treff ( = Pikfit und Treffkürze).
Nord hat eine Hand mit 6 Piks und Erstrundenkontrolle in allen Nebenfarben, sie ist etwa 19 FVP wert, es MUSS, NICHT kann oder könnte vielleicht absolut zwingend ein Schlemm gespielt werden.
Nord bietet 4 Karo ( = habe Karokontrolle und Schlemminteresse),Süd bietet 4 Pik (= habe mein Hand schon beschrieben und habe keine Coeurkontrolle).
Nord ist besorgt, dass 2 Coeurstiche herausgehen könnten, will den Schlemm aber noch nicht aufgeben.
Deshalb bietet er 5 Karo ( = aufgrund Süds König zwingend Chicane und Chicaneassfrage auf Pikbasis, selbstverständlich braucht und hat er dafür eine Coeurkontrolle).
Süd anwortet 5 Coeur, dies ist zwingend Pik Ass.
Nord stellt mit 5 SA die Frage nach Pik Dame, die Süd mit 6 Karo ( = habe Pikdame und Karo König beantwortet).
Karo König ist so unnötig wie ein Kropf, deshalb schließt Nord mit 6 Pik ab.
Ich weis nicht, wie man hier 13 Stiche machen soll, wie es das Diagramm postuliert, vielleicht kann mir da jemand helfen?
Ich weis wohl, dass man mit dieser Hand im Schlemm sein muß, es ist sehr befremdlich, dass sich für diesen Gedanken keines der 8 Paare erwärmen konnte.
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Betreff: Spieltechnik ( 02.07.2026 )

Heute habe ich ein Spieltechnikproblem, nachdem zu viele Spieler in dem guten Kontrakt 4 Pik unnötig fielen.
Die Reizung in diesem Board verläuft wie folgt:
Nord eröffnet mit 1 Treff ( = richtig , Treff, schwache Hände mit 5-5 in Treff und Pik eröffnen mit 1 Treff), Süd bietet 1 Karo, Nord 1 Pik, Süd 2 Coeur und Nord 2 Pik, woraufhin Süd ihn in 4 Pik hebt.
Das normale Ausspiel Coeur 7 wurde von fast allen gewählt.
Wie erfüllt man 4 Pik nach diesem unangenehmen Ausspiel trotz des schlechten Pikstandes?
Man sticht die dritte Coeurrunde klein.
Jetzt gibt es 2 Fälle :
1. Ost übersticht
Man muß jetzt aus den Treffs etwas machen und geht dazu wie folgt vor.
Man nimmt jedes Rückspiel, entblockiert Treff Ass, kreuzt mit Trumpf zum Tisch und schnappt einmal klein Treff.
Dann zieht man Pik König und sieht den 4-1 Pikstand.
Man sticht sich mit Karo in die Hand zurück, zieht den letzten Trumpf und die Treffs sind hoch.
2. Ost übersticht in der 3. Coeurrunde nicht, was oft für die Verteidigung besser sein kann, hier aber keinen Unterschied macht.
Dann entblockiert Nord Treff Ass und Karo Ass und spielt die Hand im Cross Ruff zu Ende, er zieht kein mal Trumpf, sondern spielt zunächst Treff König und Dame und sticht dann zwei mal Treff und drei mal Karo.
Sollte Ost in der vierten Treffrunde hoch vorschnappen, übersticht man und gewährt am Ende Ost einen Stich auf die verbliebene Pikfigur.
Was ist hier wichtig?
Der Hauptspielplan sollte sein, sich mit einmal schnappen Nords schöne Trefflänge hoch zu machen, bevor man die Trümpfe zieht.
Hochverdächtig ist es, wenn Ost in der dritten Coeurrunde Nord nicht überschnappen sollte, was auf einen 4-1 Pikstand hindeutet und einen Strategiewechsel zum Crossruff erforderlich macht.
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Betreff: No Fit, No Bid ( 02.07.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel für die Richtigkeit einer alten Bridgeweisheit, die die Spieler aber zumeist nicht akzeptieren wollen und kläglich scheitern.
Ost eröffnet mit 1 Coeur, West bietet 1 Pik und Ost 2 Coeur ( = richtig, trotz 7er zu schwach für Sprung in 3 Coeur).
Wie stellt sich die Situation aus Sicht von West dar?
Ost hat ein mind. 6er Coeur und Minimum ggü. dem eigenen Single gezeigt.
Auf Pik ging Ost nicht ein, zunächst nicht verwunderlich, er könnte aber z. B. noch ein 3er Pik haben.
Sollte West jetzt danach suchen und sein schlechtes 5er Pik wiederholen, er hat schließlich auch 10 FP?
Die Antwort ist eindeutig nein, es gilt die alte Regel: " No Fit No Bid", d.h. wenn ein Fit nicht frühzeitig erkennbar ist ( hier ist der Misfit in Coeur schon klar, die mind. 6 Coeurs von Ost vermindern die Wahrscheinlichkeit, dass er ein 3er Pik haben sollte von etwa 28% auf nur noch ca.15%) sollte man den Ball flach halten.
Ein Spieler wiederholte fehlerhaft seine Piks, viele andere überschätzten ihre Coeurs und gaben richtig Gas, allein 3 mal wurde 4 Coeur geboten.
Mit 2 Coeur erfüllt oder 2 plus 1 hätte man ein sehr gutes Ergebnis geschrieben.
Natürlich stehen die Coeurs hier sehr schlecht, aber darum geht es nicht.
Es geht um folgendes Problem, das ich " asymetrische Wahrnehmung" nennen möchte.
Die meisten Spieler nehmen gute Nachrichten vom Partner gerne positiv bis euphorisch auf, schlechte Nachrichten wollen sie nicht akzeptieren,sie negieren sie schlicht ( " das kann doch nicht sein", " ist doch höchst unwahrscheinlich" oder " so ein Pech aber auch" hört man dann häufig).
Ich gehe das ganz anders an, ich freue mich über frühzeitige schlechte Nachrichten, dann kann ich mit dem Ergebnis arbeiten.( Wenn mein Partner z. B. mit 3 Treff eröffnet und ich habe Chicane Treff mit 17 Punkten, passe ich das sehr gerne und schlage alle, die glauben 3 SA könten gehen).
Hier sollte für West das 2 Coeurgebot von Ost eine deutliche Warnung sein ( " dieses Board scheint nicht für uns gemacht"), ein guter Spieler akzeptiert dies und passt es weg.
Er trauert auch nicht dem hypothetischen Fall nach, das Ost doch in 15% der Fälle ein 3er Pik dazu hat, er nimmt gerne die 85% der Fälle mit, wo erfüllte 2 Coeur besser sind als die Suche nach der Taube auf dem Dach ( = 3er Pik bei Ost) erbringen könnte.
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Betreff: Leichte Arithmetik ( 02.07.2026 )

Heute habe ich Reizparadoxon, nachdem nur 4 Paare den richtigen Kontrakt von 4 Pik erreichten.
Nord eröffnet mit 1 Treff, Süd antwortet mit 1 Karo und Nord bietet 1 Pik.
Zwar wäre ein rotes Single oder Chicane wertvoller als in der Partnerfarbe Treff, dennoch hat Süd 14 FVP, da sollte nach Nords Eröffnung in erster Hand doch 4 Pik selbstverständlich sein,zumal Süd kleine Piks hat, um die Treffverlierer von Nord zu stechen.
5 Paare dachten offenbar anders,2 davon spielten sogar im Paarturnier den hoffnungslos unterlegenen 5-3 Fit in Karo, ein Paar trotz Oberfarbfit 2 SA.
Manchmal frage ich mich, was sich Spieler, die 30 oder mehr Jahre Bridge spielen, so denken.
Wissen sie nicht, dass ein 4-4 Fit generell besser als ein 5-3 Fit ist, wissen sie überhaupt, dass Pik mehr zählt als Karo, ein im Paarturnier nicht ganz unerheblicher Unterschied?
Interessiert sie dies überhaupt oder haben sie nicht die Konzentrationsfähigkeit, diesen oder überhaupt einen Denkprozess über die ca. 2 Minuten Dauer einer Reizung durchzuhalten?
Hierzu würde ich gerne mal ein offenes und ehrliches Interview mit einem der Spieler führen wollen, wer dazu auch Lust hat, möge sich gerne bei mir melden.
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Betreff: Standardreiztechnik ( 01.07.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel der Standardreiztechnik, weil nur 4 Paare ( = ca. 43%) der Spieler den absoluten Normalkontrakt von 4 Pik erreichten.
Nord eröffnet mit 1 Treff, Ost kontriert mit 4-3 in den OF und guter Eröffnung, er bietet nicht seine mittelmäßigen Karos an.
Nach Lehrbuch des Anfängerunterrichts sollte West ab 8 FP ( und erst recht mit einer 5er Farbe) jetzt in 2 Pik springen.
Darauf bietet Ost mit 14 FP und dem Single in Gegnerfarbe jetzt stop 4 Pik.
Bridge ist manchmal sehr simple,es zeigt sich immer wieder.
Was ist hier wichtig?
Es ist enorm wichtig, in seinen Geboten, die oftnals eine große Punktspanne haben können ( z. B.zeigt hier 1 Pik 0 bis 7 FP) eine mehr oder minder genaue Stärkedifferenzierung vorzunehmen, hier konkret eine Hand ab 8 Punkten zu zeigen, damit der Partner mit dieser wertvollen Information weiter arbeiten kann.
Als Abstufungsschema kann folgendes gelten:
Mit 0 bis 7 FP erfolgt ein Farbgebot auf niedrigster Stufe.
Ab 8 FP in Oberfarbe und 10 FP in Unterfarbe springt man mit 4er Farbe einmal, d.h. hier z. B. stop 2 Pik.
Mit 10 FP und 5er Farbe springt man zweimal, hier wäre das stop 3 Pik, wenn West 10 FP hätte.
Ab eigener Eröffnung überruft man nach Kontra des Partners zunächst die Gegnerfarbe, um eine Hand mit Eröffnungsstärke und damit Partieinteresse zu zeigen, hier also 2 Treff.
Dieses Schema arbeitet in der Praxis erstaunlich gut und hinreichend präzise, es verhindert z. B. hier, dass man in peinlichen 2 Pik plus 2 oder 3 Pik plus 1 landet.
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Betreff: Reiztechnik ( 01.07.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel für Standardreiztechnik, nachdem einige Paare hier offensichtlich ohne diese in SA-Kontrakten landete und verdient fielen.
Ost eröffnet in letzter Hand 1 Treff, West antwortet mit 1 Karo, Ost hebt Non Forcing mit stop 3 Karo.
Der angepasste West zeigt mit 3 Coeur einen Coeurstopper und eine Hand, die mit Pikstopper bei Ost gerne 3 SA spielen würde.
Dieser antwortet umgehend mit 4 Karo ( = NON Forcing = habe keinen Pikstopper).
Auf 4 Karo passt West, an 5 Karo glaubt er mit seinem Double Pik jetzt nicht mehr, mit Single in Pik hätte er 5 Karo geboten.
Was ist hier wichtig?
West Antwort 1 Karo auf seine 1 Treff ist angesichts Osts Haltung in den OF, insbesondere in Pik ein deutliches Warnsignal für einen 3 SA Kontrakt, es gilt in der Reizung herauszufinden, ob OF- Stopper vorhanden sind.
Dies leitet West wunderbar mit seinem 3 Coeurgebot ein.
Hätte Ost ein Halbstopper in Pik genügt, hätte er auf 3 Coeur nicht 4 Karo sondern 3 Pik geboten mit den Antworten 3 SA ( = ja, ich habe mindestens einen Halbstopper) oder seinerseits 4 Karo ( = habe keinen Halbstopper in Pik und wahrscheinlich auch keine Kürze (( = sonst 5 Karo)) in Pik.
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Betreff: Du kommst hier net rei!!! ( 01.07.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel dafür, dass im Bridge auch Fantasie und Temperament ihren Raum haben sollten.
Gute Spieler auf West eröffnen dies Hand mit 1 Coeur oder stop 4 Coeur, niemals mit stop 3 Coeur ( = zu stark).
Ganz egal, ob West mit 1 Coeur oder 4 Coeur eröffnete, es werden 3 oder 4 Coeur bei gepasstem Partner vor ihm liegen, wenn Süd das erste Mal drankommt.
Was sollten Süds Gedanken sein?
Er hat eine hochattraktive Hand mit einem Stall voll Punkten, aber leider nur einem 3er Pik.Bei 20 FP und Coeur Chicane sollte er aber einen Beschluß definitiv fassen, nämlich, WIR und NICHT DIE werden spielen.
Die Paare 4 und 9, die auf N/S schon 3 Coeur spielen ließen, sollten sich einmal hinterfragen, ob ihr Bridgekompass denn stimmen könnte.
Was sollte Süd denn bieten? Diese Frage ist heikel, ein Kontra könnte als Strafe von Nord verstanden werden, Süd möchte mit seinem schönen 3er Pik auch nicht unbedingt in 4 Pik landen.
Also bietet er 4 SA, ein Zweifärber mit der Tendenz beide UF, mit 4er Pik hätte er eher Kontra gereizt.
Nord bietet pflichtgemäß 5 Treff ( = Farben von unten nach oben).
Säße ich auf Süd, würde ich mich an die morgendliche Rasur erinnern, gelang diese gut, wird es ein schöner Tag ( = also Hebung auf 6 Treff), ruckelte es dabei, passe ich auf 5 Treff.
Meistens gelingt die Rasur ohne größere Verletzungen, also 6 Treff.
In 6 Treff hat Nord ein bischen Glück, dass Ost Pik Ass, Bube sec. hat, ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass Nords Mitgift auch einen Tick besser ( = z. B. Pik Bube oder Karo König) hätte ausfallen können.
Was ist hier wichtig?
Süd hat einen Hammer mit 20 FP, einer 6er Farbe und Chicane in Gegnerfarbe, also eine Hand, die etwa 25 FVP wert ist.
Wie kann man da auf die Idee kommen, dass der Gegner 3 Coeur spielen darf ( = absolut absurd), wie kann man auf die Idee kommen, dass er 4 Coeur spielen darf ( = absolut mut- und instrumentenlos (( das Gebot 4 SA kennt er nicht, schade))).
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Betreff: Balancing ( 01.07.2026 )

Heute habe ich eine nicht einfach zu reizende Hand.
Süd eröffnet mit 1 Treff, Nord antwortet mit 1 Karo.
Ost hat trotz seiner 15 FP jetzt kein Gebot, Süd bietet 1 SA.
Nord wiederholt mit 2 Karo seine 6er Farbe.
Ost ist dran, hat sich die Lage verändert, sollte er etwas unternehmen und wenn ja, was?
Es hat sich etwas verändert, Süd hat definitiv keine 4er OF, sein Partner Nord mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
Sollte Ost jetzt passen, wird die Reizung mit nahezu 100% zu Ende sein, sein Partner wird nicht genug Masse haben, selbst ohne Aufforderung noch etwas zu reizen.
Ost hat zwar eine schöne Karoposition mit wahrscheinlich allein 2 Trumpfstichen und wahrscheinlich 2 Defensivstichen außerhalb Karos, aber 2 Karo wird in der Praxis eher knapp gehen als fallen.
Daher entscheidet er sich trotz nur 3-3 in OF für ein Kontra, worauf West sehr gerne 2 Coeur bietet.
Damit haben O/W schon mal ein Ziel in dieser Hand erreicht, sie schreiben plus.
In der Praxis wird man auf West 3 Coeur machen können, die nur eng werden sollten, wenn Nord Treff Bube ausspielt. Spielt er hingegen Karo Ass aus, sind ganz schnell 4 Coeur gemacht.
Noch ein paar Bemerkungen zu den erreichten Kontrakten und den Spielergebnissen.
Mir fällt keine Reizung in keinem System der Welt ein, mit der man mit einem Chicane in einen Karokontrakt von West kommt.
2 SA von Ost kann kein sinnvoller Kontrakt sein, nachdem Süd eröffnete und Nord antwortete, dies ist wieder ein schönes Beispiel dafür, dass es fast immer besser ist,mit Kontra den Partner sprechen zu lassen, als selbst mit 2 SA " zu babbeln".
Geradezu absurd ist das Spielergebnis von 4 Karo erfüllt durch das N/S Siegerpaar 8, auch wenn Ost ihnen durch ein unglückliches Ausspiel einen Stich schenkte.
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Betreff: Geduld bitte ( 24.06.2026 )

Heute habe ich ein Gegenspielthema, nachdem viel zu viele Spieler 3 SA ( z. T. mit Überstichen) erfüllen durften.
Ost eröffnet in letzter Hand 1 SA, West riskiert mit dem schönen 6er Karo 3 SA.
Süd ist am Ausspiel.Er hat 5-5 in Coeur und Treff, da O/W keine OF reizten, versucht er Coeur 4 ( 2./ 4. oder Coeur 3 ( 3./5.).Ost gewinnt Nords 7 mit der Coeur 10.
In der dritten Karorunde kommt Nord zu Stich und spielt Coeur 2 zurück, was auf eine 3er Länge bei ihm hindeutet, aber keine sein muß.
Was macht Süd auf Osts Figur in der zweiten Coeurrunde.?
Er hat selbst ein Treffentree, man kann den Kontrakt aber nur schlagen, falls Nord ein schnelles Pikentree hat.
Ost wird neben den hohen Karos in Treff oder Pik arbeiten müssen, um den neunten Stich zu machen.
Daher sollte Süd die zweite Coeurrunde ducken.
Dann fällt 3 SA einmal.
Diese Gedanken machten sich 4 von 7 Südspielern nicht.
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Betreff: Wie finden wir die richtige Höhe? ( 24.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel dafür, dass es wichtig ist, in der Reizung vor allem in der Stärkedifferenzierung richtig zu arbeiten.
Ost eröffnet mit 1 Pik.
Süd hat einen Stall voll Probleme trotz sehr starker Hand.
Er kann schlecht 2 Treff Non Forcing bieten, für stop 2 SA fehlt die fünfte Karokarte, für Kontra und auf ein Coeurgebot des Partners das Nachreizen der Treffs fehlt auch ein Punkt.
Letzteres ist für mich wegen des sehr soliden 6er Treffs aber die mit Abstand kleinste Lüge, also erst mal ein Kontra.
West passt, Nord ist am Zuge.
Nord muß von einem normalen Infokontra ausgehen, hat aber 9 FP, darf also nicht 2 Coeur, sondern muß stop 3 Coeur bieten.
Daraufhin folgt Süd seinem Urplan und bietet 4 Treff.
Dieses Gebot ist für Nord sehr schwer zu lesen, ist es eine Kontrolle für einen evtl. Coeurschlemm oder ist es eine eigene Farbe mit starker Hand?
Zum Glück ist es forcierend, Nord bietet 5 Treff.
Was ist hier wichtig?
Süd hat eine starke Hand, aber ein problematisches erstes Gebot, es gilt die " kleinste Lüge" zu finden.
Nord darf nicht dummduselig 2 Coeur bieten, sondern muß stärker reizen.
Nord hört zwar 4 Treff von Süd gerne, aber was zeigt dies?
Hier ist es vor allem für schwächere Spieler wichtig, nicht in Panik zu geraten.
Die allererste Frage ist, ob 4 Treff forcierend ist.
Man bejaht dies und nimmt sich einen Moment zurück.Mit einer Kaokontrolle wäre es einfach, man würde sich mit 4 Karo retten können.
Da man die nicht hat, muß man sich für 4 Coeur oder 5 Treff entscheiden.
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Betreff: Spielplan ( 24.06.2026 )

Heute habe ich einen Spielplan, der in diesem schönen, aber schwer zu spielenden Schlemm nicht ganz trivial ist.
Ost eröffnet mit 1 Karo, West bietet 1 Pik und Ost hebt auf 2 Pik.
West hat 16 FP und 2 VP für das Coeursingle und stellt mit Kontrollen in allen Nebenfarben und seinen guten Piks mit 4 SA die Assfrage, hört von 3 Assen und bietet 6 Pik aus.
Eine etwas sicherere Alternative wäre 6 Karo, wo man vermutlich 1 Trumpf mehr hätte.
Viele Ausspiele sind möglich, eines, dass 3 Paare wählten, ganz sicher nicht, nämlich Treff 10 weg vom König in einem Schlemm.
Bei Coeurauspiel ist man auf den erfolgreichen Karoschnitt von West nach Ost angewiesen.
Nehmen wir hier an, der Gegner spielt Trumpf aus.
Welcher Spielplan ist der erfolgsversprechendste?
Man könnte versuchen, 3 mal Coeur zu schnappen oder sich die Karos hoch zu spielen.
Der Plan, die Coeurs zu verschnappen scheitert an den Übergängen.
Daher geht man über Karo, muß aber zuvor den ( nicht sitzenden) Treffschnitt machen, um auf das hohe Treff des Dummys ein Karo aus der Osthand abwerfen zu können.
So gewinnt man, wenn Karo 3-2 steht ( = 67% ) und die Treffs nicht schlechter als 5-3 stehen ( = ca. 90% ), Gesamterfüllungschance also 57%.
Der Gesamtablauf:
1. Stich Trumpf in der Hand gewonnen.
2. Stich Treff Bube ( verliert an Treff König)
3.Rückspiel genommen
4.und 5. ter Stich Treff mit einem Karoabwurf
6. Stich Karo zum Ass
7. Stich Karo zum König
8. Stich Karo hoch geschnappt
9. bis 11 Stich restliche Trümpfe beim Dummy endend gezogen.
12. und 13. Stich hohe Karos
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Betreff: Balancing ( 24.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel für erfolgreiches Balancing.
Süd eöffnet in dritter Hand mit 1 SA, Ost bietet konventionell 2 Treff ( z.B. im Multilandysystem, oder andere Überrufe, die die OF zeigen in anderen Systemen) für beide Oberfarben.
Gratulation an Paar 1, die das wohl so reizten.
Keinen Applaus für die Paare 7 und 17, wo offensichtlich Ost ins Blaue hinein Pik ODER Coeur im Alleingang reizte, statt den Partner seine bessere OF reizen zu lassen.
Dies spielt im Ergebnis hier, wo der Partner 3-3 in OF hat, keine Rolle, in ca. 70 % der Fälle, wo er eine Längendifferenz hat, eine oftmals entscheidende.
Auf 2 Treff von Ost wird West 2 Karo bieten ( = ich habe beide OF gleichlang, suche Du Deine bessere OF (( = i.d.R. längere)) aus).
Wie stellt sich die Lage aus Nords Sicht dar?
Er hat 7 vernünftige Punkte und ein passables 5er Treff, seine Haltung von 2-2 in den OF ist auch nicht ermutigend, gegen 2 in OF von Ost ein gutes Result zu erzielen.
Hätte West eine der beiden OF ausgewählt, hätte er 3 Treff geboten, jetzt kann er passen ( = er kommt ja noch mal dran) und erst mal abwarten, ob Süd Osts Auswahlfarbe evtl. kontrieren kann ( = mit gutem 4er Coeur oder Pik), dieses Kontra wäre per Definition jetzt ein Strafkontra.
Ost bietet 2 Coeur,Süd passt ebenso wie West.
Jetzt bietet Nord 3 Treff.
Damit haben N/S einen sehr guten Kontrakt erreicht ( = dass man in SA mit 5 Treffstichen und 3 Assen 8 Stiche machen kann, kann man nicht wissen), falls O/W sich noch rühren sollten und 3 Coeur versuchen sollten, werden sie fallen.
Gutes Bridge von allen, die die OF auf der O/W Achse zeigten und von Nord, der 3 Treff bot, kein gutes Bridge von den 4 Paaren, die Süd 1 SA spielen ließen.
Was ist hier wichtig?
Lassen Sie sich nicht alles gefallen ( = hier 1 SA ), wenn Sie eine Karte haben, die wie diese eine Reizung wert ist.
Evtl. machen die Anderen dann auch Fehler.
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Betreff: Warum schlechte Farbe in Gefahr reizen? ( 22.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel für völlig unnötige hohe Ergebnisse.
West eröffnet in erster Hand 1 SA 15 bis 17 FP.
Nord ist am Zuge.
Nord hat 9 FP mit einer schlechten 6er Farbe und ist in Gefahr.
In Nichtgefahr wäre das ein glasklares Pass, in Gefahr würde ich meine Bietbox im Keller einschließen gehen.
Hier war es wohl so, dass Nord konventionell einen Einfärber reizte, den Süd ausführte. Man landete dann in Gefahr mit 15 gemeinsamen FP im 7 Kartenfit in kontrierten 4 Treff und erhielt mit minus 1100 den verdienten Lohn.
Hätte man hier geschwiegen, wäre der Gegner wahrscheinlich in 4 Pik ein bis zweimal gefallen, ein kleiner Unterschied von ca. 14 IMPS.
Was ist hier wichtig?
Der Gegner hat stark eröffnet, man hat in zweiter Hand eine schwache, höchst fragwürdige Karte, was will man damit in Gefahr bewirken außer ein hohes Risiko einzugehen?
Man kann doch zumindest eine Bietrunde warten und mal reinhören, wem die Hand wohl gehören könnte, hier hätten O/W zügig 4 Pik angesteuert.
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Betreff: Wir haben doch mehr Treffs!!!! ( 22.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel dafür, welche Wertigkeit Fits haben.
Nord eröffnet mit 1 Treff, Süd bietet 1 Pik ( = mind. 4er OF im Inverted Minor Konzept).
Nehmen wir an West passt auf 1 Pik.
Dann bietet Nord 1 SA ( 12-14 FP) und Süd 2 Treff.
Jetzt wird West 2 Coeur bieten und Süd überrascht mit stop 5 Treff.
Ost wird mit Coeur König angreifen, 5 Treff erfüllt, weil man einen Karoverlierer auf Pik Dame los wird.
Nehmen wir an, West reizt auf 1 Pik von Süd 2 Coeur, die Ost in 3 Coeur hebt.
Dann wiederum überrascht Süd mit 5 stop 5 Treff.
Paar 701 von uns erhielt ein Geschenk, der Gegner bot wohl 5 Coeur, darauf antwortete man mit Grandezza 5 Pik,die der Gegner dann doch mal kontrierte.
Man hätte jetzt mit 6 Treff das Ergebnis mit minus 200 noch in Grenzen halten können, warum man sich in Pik verrannte, bleibt das Geheimnis von N/S.
Was ist hier wichtig?
Das Inverted Minor Konzept sieht zu Recht vor, dass man eine 4er OF der direkten Treffhebung vorzieht, um ggfls. einen in der Regel 8 Kartenfit in der OF nicht zu verpassen.
Dies heißt aber noch lange nicht, dass Nord Süd mit einem 3 er Pik ( mit 1 SA verneint er ein 4er Pik) unterstützen soll oder noch weniger, dass Treff als Trumpffarbe gestorben sei.
Hier haben entweder Nord ( hob sie Pik? ) oder Süd ( erwähnte sie etwa ihr 6er Treff ggü. einer Trefferöffnung des Partners überhaupt nicht ? ) sehr krass gegen diese einfache Logik verstossen und mit minus 1700 = 18 IMPS den verdienten Lohn erhalten.
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Betreff: Logisch bleiben ( 22.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel dafür, dass Bridge auf einer einfachen Logik basiert und man gut daran tut, in dieser Logik zu bleiben.
Ost eröffnet mit 1 Treff, Süd hat ein knappes Stärkekontra.
Wests passt und Nord ( = das ist jetzt entscheidend, aber logisch und Gegenstand des Anfängerunterrichts) sollte jetzt mit 10 FP stop 2 Coeur und nicht 1 Coeur bieten.
Süd bietet stop 4 Coeur und 620 Punkte ggü. 170 ( = 13 IMPS) sind in der Scheune, für die man keine geniale bridgeliche Inspiration brauchte, man mußte nur den Stoff des Anfängerunterrichts rekapitulieren und anwenden.
Unser Paar 701 tat das nicht, obwohl sie das können, ich frage mich, warum nicht?
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Betreff: Friedensnobelpreis ( 22.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel für ein Mindestmaß an Kombinatorik, die man in unserem schönen Spiel mitbringen sollte.
West hat eine schöne Hand, die ganz knapp unter einer 2 Trefferöffnung liegt.Er eröffnet diszipliniert ( = richtig) mit 1 Karo, Nord bietet 2 Karo ( = 5er Pik und 5er weitere Farbe).
Ost hat nicht genug für eine FREIWILLIGE Reizung und passt, Süd bietet 2 Pik, West insistiert mit 3 Karo.
Nord bietet 3 Coeur, Ost 4 Karo, Süd 4 Pik, West 5 Karo und Nord 5 Pik.
Auf Ost saß jetzt eine BFC Spielerin, die mit allein zwei Trumpfstichen ggü. einem Partner der stark reizte gerne kontriert hätte.Sie konnte sich ausrechnen, dass 5 Pik 2 bis vielleicht 5 mal fallen würden, aber sie wurde von ihrem politischen Grundverständnis übermannt ( = oder muß ich korrekt überfraut sagen? ).
Sie dachte nämlich völlig sachlogisch, wenn ich jetzt nicht kontriere, erhalte ich, und nicht der 45. und 47. Präsident der USA den Friedensnobelpreis, das ist es mir wert, ich brauche diese lächerlichen 800 oder 1100 Punkte in diesem Board durch ein Kontra nicht.
Die ( = 1100 ggü. 250 = 14 IMPS) hätte sie nämlich erhalten, wenn sie das gleiche Kombinatorikniveau auf dieses Bridgeboard eingebracht hätte, sehr schade.
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Betreff: Bietfaulheit ( 22.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel, dass es sich lohnt, dem Partner wo immer es geht, wertvolle Informationen zu geben.
Süd eröffnet mit 3 Coeur, West passt ( = schwach auf schwach gibt es nicht), Ost bietet Non Forcing 3 Pik.
Wie sieht die Lage aus Wests Sicht aus?
Ins Auge fallen der sehr schöne Pikfit, das Coeur Chicane und die schönen Kontrollkarten in den UF.
Dass man damit mindestens 4 Pik spielen sollte ist selbstverständlich, aber es könnnte auch mehr gehen, schließlich war Ost unter Druck, er kann so stark sein, dass er knapp nicht im Alleingang 4 Pik bieten konnte.
Daher bietet West nicht 4 Pik sondern zeigt mit 4 Coeur die Erstrundenkontrolle in Coeur.
Osts Coeur König ist zwar immer noch keine schöne Karte, er hat aber mit dem Treff Single und Karo Ass gute Kontrollen, außerdem deutet Wests Bietverhalten auf einen sehr guten Pikfit hin ( = erst gepasst, dann Gegnerfarbenüberruf auf 4 er Stufe).
Er macht daher mit und bietet mit 5 Treff eine Treffkontrolle, West jetzt ( = entscheidend für Schlemm aus Osts Sicht) 5 Karo ( = Kontrolle = sollte König sein) und Ost stop 6 Pik.
Der Schlemm spielt sich sehr einfach, Süd spielt Coeur Dame aus ( = warum? = das Ass sitzt kurz bei Nord), Ost gibt nur Pik Ass heraus.
Was ist hier wichtig?
Diesen Schlemm hätten in der BuLI 8 von 10 Paare gefunden, in der RL 4 Paare, in der LL keiner, warum nicht?
Es fehlt an zwei Dingen:
1. Dynamische Blattbewertung
Durch Osts 3 Pik hat Wests Karte enorm gewonnen, ist etwa 18 FVP wert ( = 9 FP,5 FVP für Coeur Chicane bei 5 Trümpfen, und ca. 4 FVP für die neunte und zehnte Trumpfkarte).
2.Reizfantasie
Wenn mein Partner auf der 3er Stufe überruft und ich habe 18 FVP ist es absolut sachlogisch, trotz pass zu Beginn jetzt einen Schlemmversuch zu machen.
Dies erkennen aber nur gute Spieler, weil sie im Kopf weg sind von dem reinen Punktedenken " Partner hat Pik geboten, ich habe 9 FP, also versuche ( = sie sind noch nicht mal davon überzeugt, dass er 4 erfüllen wird) ich mal 4 Pik".
Falls dieser Gedankentransfer nicht gelingt, haben Sie keine Chance ein guter Bridgespieler zu werden.
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Betreff: Blattbewertung ( 22.06.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel für eine beidseitig krass fehlerhafte Blattbewertung.
Nord hat eine schwache 1 SA Eröffnung, die abwertungsbedürftige Position Ass, Bube in Coeur wird aber zu einer 1 SA Minimumeröffnung durch die schöne 5er Farbe Treff kompensiert, Mittelkarten fehlen allerdings auch.
Nord eröffnet also mit 1 SA ( = richtig).
Wenn Sie schwache Spieler fragen werden, wie sie die Südhand bewerten,werden die meisten völlig automatisch und ahnungslos antworten " ich hatte 8 Punkte, damit muß ich doch, gerade im Team einladen".
Die Südhand hat für mich etwa 6,5 FP, keine Länge, keine Mittelkarten, sie ist, auch im Team, auf keinen Fall eine Einladung wert.
Wenden wir uns jetzt wieder Nord zu.
Wie soll Nord sich verhalten, wenn er denn , z. B. mit 2 SA zur Partie eingeladen würde?
Ich wäre froh, wenn ich 2 SA überleben könnte, die Hand ist Galaxien weit von einer Annahme entfernt.
Schauen Sie jetzt ins Ergebnistableau.
Nur 1 Paar ( = bravo!!!!) schaffte es tatsächlich mann- oder frauhaft in 1 SA stehen zu bleiben, 3 Nordspieler lehnten immerhin eine Einladung ab ( = auch gut, aber nachträgliches Blattbewertungsseminar mit Partner erforderlich), 2 Paare, darunter eines unseres Clubs waren hier tatsächlich in 3 SA und fielen 4 mal.
Was ist hier wichtig?
Zählen Sie nicht Punkte, BEWERTEN SIE BLÄTTER kann ich nur zum etwa hundertsten Mal dazu sagen.Wenn man hier in 3 SA landen sollte, ist das alles nicht stimmig, es ist auch kein singulärer Fehler, es ist eine grundsätzliche Krise.
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Betreff: Gefahr? ( 22.06.2026 )

Heute habe ich eine Standardreizung.
Es gibt viele gute Spieler, die die Südhand in Nichtgefahr mit stop 3 Treff eröffnen, lassen wir ihn hier passen.
West eröffnet mit 1 Pik, Nord entgegnet 2 Coeur, Ost ist einen Tick zu schwach für 3 Coeur ( = einladend mit Pikfit) und bietet 2 Pik.
Süd passt.
West könnte jetzt durchaus stop 4 Pik bieten, da er aber weis, dass Partners 2 Pik etwas gezogen sein könnte, forciert er mit 3 Karo für eine Runde, woraufhin Ost jetzt mit 4 Pik ( = habe eine gute 2 Pikhebung) abschließt.
Wie stellt sich die Lage aus der Sicht von Süd dar?
Er hat selbst einen halben Defensivstich in Treff, sein Partner hatte auf 3 Karo nichts mehr zu sagen, 4 Pik dürften also für minus 620 in rot gehen.
Süd hat einen 3er Coeuranschluß und ein Single Pik, evtl. könnte Nord in einem Coeurkontrakt auch etwas aus seinen Treffs machen, in 4 Pik spielen diese auf keinen Fall eine nachhaltige Rolle.
Im Team ist damit 5 Coeur Pflicht.
Diese würden O/W für minus 300 kontrieren, wenn sie gut sind, ein Paar kontrierte nicht, andere würden vielleicht 5 Pik bieten.
Noch eine Bemerkung zu unseren Klubkameraden, die 3 Pik plus 1 spielten.Wenn man hier nicht in 4 Pik kommt, stimmt das Bridgekoordinatensystem nicht, Ost hat eine 5 Looser Hand, eine normale Eröffnung hat 7 Looser.West muß also stärker reizen und Ost muß zeigen, dass er eine gute Pikhebung hatte.
Was ist hier wichtig?
Es liegt hier einer der beiden Fälle vor, in der die Gefahrenlage überhaupt eine Rolle spielt, nämlich der positive Fall, dass 3 kontrierte Faller in 5 Coeur besser sind als erfüllte 4 Pik der Gegner in Rot.
Sie sehen ja auch am Ergebnistableau, was passiert.
Eines unserer BFC Paare kontriert grundlos 4 Pik, ein N/S Paar kontrierte 5 Coeur nicht einmal, ich behaupte, dass im Feld der LL 2 Spieler ein bis 2 Paare statt die 300 für kontrierte 5 Coeur mitzunehmen noch grundlos 5 Pik gereizt hätte.
Die letztgenannte Chance nimmt man erst gar nicht mit, wenn man überhaupt nicht 5 Coeur reizt.
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Betreff: Wieso Coeur? ( 22.06.2026 )

Heute habe ich einen Standardreizungsablauf.
Ost eröffnet mit 1 Karo, West antwortet 1 Coeur und Ost zeigt mit 1 Pik seine 4er OF, er wiederholt zunächst nicht die Karos.
West hat 11 FP und muß in irgendeiner Form einladen.
Dies tut er mit 2 Treff ( = vierte Farbe forcing), Ost antwortet mit stop 3 Karo, damit zeigt er ein 5er Karo und ab guten 15 FP.
Nachdem Ost weder einen Treffstopper noch ein 3er Coeur meldete,muß West kein Abenteuer in Coeur eingehen und hebt Ost mit der dritten Karo Dame in 5 Karo.
Die Abwägung, dass man in Karo 11 Stiche benötigt, trifft er sehr bewußt,er möchte die Stabilität von mindestens einem Trumpf mehr haben.
Der Hauptfehler von O/W dürfte darin gelegen haben, dass West seinen Partner nicht mit 2 Treff nach Coeuranschluß befragte, sondern selbst sein nur 5er Coeur wiederholte, ein altbekannter Standardfehler.
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Betreff: Die Macht der Kürzen ( 21.06.2026 )

Heute habe ich wieder mal eine interessante kürzenbasierte Schlemmreizung.
West eröffnet mit 1 Treff, Ost bietet 1 Coeur und West stop 4 Coeur.
Ost ist am Zug.
Was sollten sein Überlegungen sein?
West hat ggü. angepasstem Partner auf dessen 1 Coeur die Partie ausgereizt, er hat also eine Hand, die knapp unter einer 2 SA- oder 2 Trefferöffnung liegt.
In Treff fehlen ihm Ass und König, eine Hand ohne Werte in Pik beim Partner kann ich mit daher aus der Sicht von Ost nicht vorstellen.
Die tolle Haltung in Treff legt Schlemmfantasien nahe.
Daher stellt Ost jetzt mit 4 SA die Assfrage und hört von 3 KeyCards,Ost reizt 6 Coeur aus.
Die Hand spielt sich ultraeinfach, weil Treff 2-2 steht, auch ohne dies wäre der Schlemm unschlagbar.
Was ist hier wichtig?
Ost muß in die Reizung reinhören und kann dann diese Aufgabe mit normaler, " nicht überkandiedelter" Kombinatorik lösen.
Ost ist angepasst, hat aber nach Wests 1 Treff eine Hand, die etwa 16 FVP wert ist.Daher muß,NICHT KANN ODER SOLLTE VIELLEICHT Ost nach Wests starker Reizung glasklar eine Schlemminitiative einleiten.
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Betreff: Zweifärberreiztechnik ( 21.06.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel für Zweifärberreiztechnik und einen kniffligen Spielplan.
West eröffnet mit 1 Coeur.
Nord hat eine sehr schöne Hand mit Chicane Coeur und solllte dies dem Partner zeigen.
Es ist eine Pik- Karohand, keine Pikhand, daher reizt man auch Pik und Karo.
Das richtige Gebot ist 2 Coeur ( = im Michaelssystem), was ein mind. 5er Pik und eine mind. 5er UF zeigt).
Also wird hier nicht Nord zum Spieler ( mindestens 5 von 6 Nordspielern reizten fehlerhaft Pik), sondern Süd.
Süd bietet 2 Pik und Nord sollte im Team unbedingt auf 4 Pik heben.
Der Spielplan ist knifflig, Süd droht in Coeur mehrfach forciert zu werden, deshalb ist u. U. ein Dummy Reversal zu planen ( = beim sog. Dummy Reversal zieht man mit der kürzeren Seite die Trümpfe, weil man auf der langen Seite mehrfach eine Nebenfarbe stechen muß.
West spielt Coeur Ass aus, Nord sticht.
Die Hauptspielplankomponente sollte sein, sich die Karos zu entwickeln.Man spielt auf mindestens eine Figur bei Ost.
Nach Coeur Ass läßt man Karo 9 laufen, West legt die stark nach Single riechende Karo 8.
Jetzt hat sich Dummy Reversal erledigt, man bekommt die Karos hoch.
Man zieht zweimal Trumpf und hofft darauf, dass West nur 2 Trümpfe hat, sollte er 3 haben,hat man noch nicht zwingend verloren.
Jetzt folgt klein Karo entweder zu Figur und Ass oder klein zur 7. Dannach folgt das verbliebene Karo.
Jetzt geht man in Treff zum Tisch, schappt Karo könig heraus,sticht sich mit Coeur in die Hand, zieht den letzten Trumpf von Ost und zieht unbehelligt das nunmehr hohe letzte Karo ab.
Man gibt 2 Treffstiche ab.
Was ist hier wichtig?
Ein Zweifärber wird wie ein Zweifärber gereizt, es weren also dem Partner zwei Farben angeboten und KEINE SELBST gereizt.
Natürlich muß 4 Pik nicht gehen, im Team sollte man aber drin sein.
Der Spielplan ist knifflig, man muß in der 2. LL nicht unbedingt den Gewinnweg finden, man muß aber in der 2. LL unbedingt erst einmal in 4 Pik sein.
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Betreff: Hamanns Rule ( 21.06.2026 )

Heute habe ich ein Standardbeispiel für Hamann s Rule.
Süd eröffnet mit stop 2 Coeur, West kontriert und Ost bietet 3 Treff.
Dieses Gebot hört West mit Ass, König zu viert in Treff sehr gern und riskiert jetzt in rot 3 SA.
Dieser Kontrakt ist nicht zu schlagen, obwohl Treff schlecht steht.
Gratulation an Dr. Gregor Pfletschinger und Daniel Gavrila, toll gemacht.
Was ist hier wichtig?
1. Stärke zeigen, also Kontra nach Süds Eröffnung.
2. Die Fantasie für 3 SA muß da sein, speziell nach Partners Gebot von 3 Treff.
Natürlich wird es Hände geben, wo Ost fast nichts hat und 3 SA zum Scheitern verurteilt sind.
Das Kalkül von West sollte wir folgt sein, Süd hat im Schnitt 8 FP, West selbst 19 FP, falls Ost die Hälfte der fehlenden 13 FP haben sollte, werden 3 SA gute Chancen haben, im Team und in Rot muß man dies also bieten.
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Betreff: Es ist Team ( 21.06.2026 )

Heute habe ich eine Standardreizung für den Teamkampf.
Nord eröffnet mit 1 Treff, Süd bietet 2 Treff, Inverted Minor.
Nord hat eine schicke Hand und sollte latentes Schlemminteresse verspüren.
Er hat im Grunde 2 Gebote zur Auswahl :
1. 2 Karo = habe Karokontrolle für 3 SA und bin nicht Minimum.
2. Stop 3 Pik = Splinter
Ich würde aus taktischer Sicht 3 Pik wählen, weil der Partner sofort auf den Splinter eingehen kann, falls er gefallen sollte, wird er jetzt eine rote Kontrolle reizen, mit zu vielen Werten in Pik wohl eher 3 SA.
Süd gefällt der Piksplinter zwar, er hat auch Kontrollen in beiden roten Farben, ist aber Minimum, stellt daher nicht die Assfrage, sondern bietet 4 Karo ( = Karokontrolle und stark oder Karokontrolle und Splinter gefiel),Nord stellt jetzt mit 4 SA die Assfrage.
4 SA muss Assfrage sein, weil Süd auf 3 Pik positiv reagierte.
Nord hört von 2 KeyCards plus Treff Dame und reizt 6 Treff aus.
Der rote Schlemm hängt vom Karoschnitt ab, diesen wird man allerdings zu etwa 70% richtig machen, weil Ost Coeur 3 (= 5. bei 3./ 5.) oder Coeur 7 ( = 2. von schlechter Farbe bei 2./ 4.) ausspielen wird und daher tendenziell weniger Karokarten hat.
Die Wahrscheinlichkeit für Karo Dame bei West ist also höher.
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Betreff: 1 SA gibt es nicht ( 21.06.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel für Standardreiztechnik.
Nord eröffnet mit 1 Coeur, Süd bietet 1 Pik.
Nord bietet mit 5-4 nicht 1 SA sondern standardmäßig 2 Karo, Süd wählt dann 2 Coeur oder 2 Pik aus.
Die Erfahrung ist, dass 5-4 Hände in SA leicht ausgehebelt werden können, so auch hier, deshalb reizt man standardmäßig die 4er Farbe nach.
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Betreff: Kürzen und Kontrollen ( 17.06.2026 )

Heute habe ich eine sehr einfache Schlemmreizung mit einem sehr guten Fit.
Nord eröffnet mit 1 Pik, Süd bietet stop 4 Treff ( = Pikfit, Treffkürze, Schlemminteresse).
Nord bietet 4 Coeur ( = habe Coeurkontrolle, aber keine Karokontrolle).
Süd stellt mit der Karokontrolle jetzt mit 4 SA die Assfrage und hört von allen 3 fehlenden KeyCards mit 5 Karo ( 41-30) als Antwort.
Süd fragt mit 5 SA noch nach Königen, hört von Coeur König und schließt mit 6 Pik ab, weil der Großschlemm ohne Karo König bei Nord auf einen Schnitt wäre.
Gratulation an Paar 21 für das Auffinden des Schlemms, Schande, wirklich große Schande für die restlichen N/S Paare.
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Betreff: Balancing ( 17.06.2026 )

Heute habe ich mal wieder das Thema Balancing.
West eröffnet mit 1 Coeur, Ost hebt auf 2 Coeur, nach pass, pass ist Nord wieder dran.
Wie ist die Lage?
O/W sind in ihrem voll klimatisierten Wohnimmer, sie haben sich bisher mitgeteilt, dass sie 2 Coeur spielen wollen, zu einer Einladung hat es bei West nicht gereicht.
Dies ist ein ( = insbesondere, wenn man die Piks hält) 100% iges Zeichen, dass Pass jetzt FALSCH sein MUSS, dies wäre es auch, wenn Nord zum Beispiel nur 5 Punkte hätte, die ihm fehlenden Punkte hat dann nämlich sein Partner Süd.
Nord muss also hier zwingend 2 Pik bieten, damit stellt er für seine Achse bereits ein positives Resultat sicher.
Der Gegner kann jetzt Nord/ Süd 2 Pik erfüllen lassen ( = selbst 1 Faller würde sie mit minus 100 besser dastehen lassen als bei erfülllten gegnerischen 2 Coeur für 110.
Er kann auch ( = durch Ost, West hat auf keinen Fall die Karte dafür) noch 3 Coeur versuchen, fällt bei bestem Gegenspiel 1 mal, in der Praxis erzielten mehrere Westspieler durch fehlerhaften Spielplan nur 6 Spielstiche.
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Betreff: Blattbewertung ( 17.06.2026 )

Heute habe ich mal wieder das Thema Blattbewertung.
Nach dreimaligem Pass eröffnet Ost mit 1 SA, West transferiert mit 2 Coeur auf Pik, Ost führt den Transfer mit 2 Pik aus, West ist wieder dran.
Wie stellt sich die Lage aus Wests Sicht dar?
West hat 10 FVP, es kann damit überhaupt keine Diskusssion geben, dass stop 4 Pik der richtige Kontrakt sein wird.
4 Pik fallen einmal, weil folgende Faktoren zusammentreffen :
1. Ost hat nur ein Double Pik, Wahrscheinlichkeit ca. 33 %.
2.Karo König von Ost ist nichts wert, Wahrscheinlichkeit 50%
4 Pik hat also eine Erfüllungswahrscheinlichkeit von ca. 88,5 %.
Es kann also nicht richtig sein, in 2 Pik zu sein.
Die Paare, die nicht in der Pikpartie waren ( = 6 von 10) sollten sich hier nicht über ihr gutes Resultat freuen, sie sollten vielmehr, sofern sie dazu das Abstraktionsvermögen haben, ihr Bridge hinterfragen.
Die Spieler, die hierzu nahezu triumphierend meinen " Siehste, 4 Pik gingen nicht" leben im Tal der Ahnungslosen und werden da auch nicht mehr herauskommen.
Sie freuen sich und realisieren nicht, dass sie auf Dauer in diesem Board 11, 5 % schreiben werden, während die Besseren hier einen geteilten Nuller kassieren, aber auf Dauer halt bei der siegreichen Fraktion der 88, 5 % Schreiber gehören werden.
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Betreff: Falsche Reizung, keine Partie ( 16.06.2026 )

Heute möchte ich eine Standardsituation vorstellen, die die Spieler immer wieder falsch behandeln.
Süd eröffnet mit 1 Pik.
Zumindest 5 Spieler haben jetzt auf West grob fehlerhaft 2 Coeur geboten, die Endkontrakt wurden.
Eine Hand ab 18 FP reizt keine eigene Farbe, sie gibt zunächst ein sog. Stärkekontra ab.
Nord passt dieses und Ost bietet 2 Karo (mit 9 Punkten und Coeurs würde er springen müssen), worauf West 2 Coeur bietet.
Jetzt weis Ost, dass sein Partner ab 18 FP aufwärts haben muß, sonst hätte er seine Karoauswahl akzeptieren müssen.
Er hat jetzt ein Problem, seine 9 FP und Partners ca. 18 FP müssten für Partie reichen, aber für welche?
Angesichts des eigenen 4er Piks erscheint 3 SA keine Möglichkeit zu sein,ob das schöne Double in Coeur reichen wird, weis man nicht.
Ich würde darauf hoffend, dass West ein mind. 5er Coeur hat ( = es kann trotzdem nur ein 4er sein) jetzt stop 4 coeur riskieren.
4 Coeur spielen sich einfach, der Coeurstand mit 3-3 ist hilfreich.
Ich finde es leicht deprimierend, dass O/W für die schwere bridgeliche Minderleistung von 2 Coeur plus 3 hier noch fast 50% auf dieses Board erzielen, in einem guten Feld hätte gäbe es dafür maximal ca. 15 %
Was ist hier wichtig und kennen wir schon aus dem Anfängerunterricht ?
Es gibt einfache Informationskontras und Stärkekontras, letztere erkennt man daran, dass der Kontrageber die Farbauswahl des Partners nicht akzeptiert und daraufhin eine eigene Farbe bietet.Darauf sollte man entsprechend reagieren und ggfls. noch eine Partie finden.
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Betreff: Wir spielen !!!! ( 16.06.2026 )

Heute habe ich eine ultimative Freakhand, wie man sie wahrscheinlich ca. 5 mal in einem langen Bridgeleben bekommt.
Nord eröffnet mit stop 2 SA, ich habe wie die meisten anderen auch nach 2 SA ( = nach 1 SA schon) keinen Oberfarbzweifärber im Programm, deshalb sollte Ost zunächst passen, aber bereits jetzt einen definitiven Beschluß fassen, nämlich, dass seine Achse, egal auf welcher Höhe, auf jeden Fall spielen wird.
Süd wird entweder 3 SA bieten oder einen Unterfarbtransfer einleiten.
Auf 3 SA würde ich am liebsten 4 SA für einen Zweifärber bieten, aber ich möchte meinen Partner nicht unbedingt in die 5er Stufe treiben, daher bietet Ost 4 Coeur, die Nord wütend kontrieren wird.
Süd wird jetzt passen oder 5 Treff reizen, worauf konsequenterweise 5 Coeur mit erneutem Kontra käme.
Der sog. Parscore ist erreicht.
Neben dem " Spitzenkontrakt " 4 Treff mit 28 gemeinsamen Punkten von N/S gab es nur 2 Fälle, wo Ost offensichtlich über 3 SA ( = oder vorher schon, auch gut) noch etwas unternahm.
Wahrscheinlich haben die Ostspieler ihre Punkte gezählt, sind nur bis 3 gekommen und haben im Traum nicht mehr daran gedacht, etwas zu reizen.
Dies zeigt, dass deren Bridgekompass nicht stimmen kann.
Noch ein paar Bemerkungen zum Abspiel in 3 SA von Nord, wo alle Spieler nach völlig normalem Coeurausspiel fielen.
Auf das Ausspiel von Ost ist man zunächst erstaunt, dass West den Coeur König produziert, obwohl dieser eigentlich blank sein müßte duckt man diesen und ist bass erstaunt, dass West tatsächlich noch Coeur 5 hat.
Man duckt erneut, Ost gewinnt mit Coeur Dame und spielt sich mit einer dritten Runde Coeur die restichen Coeur hoch ( dass er kein Entree dafür hat, z. B. Karo Ass glaubt nach der Reizung niemand).
Man ist guter Dinge, schließlich hat man 6 Treff und 3 Pikstiche sowie Coeur Ass, so glaubt man zumindest.
Man zieht Treff Dame und sieht die Bescherung, West stoppt die Treffs.
Man scheint verloren, es sei denn, West hätte, was nach der Reizung aber höchst unwahrscheilnich ist, das Karo Ass, aber woher hätte Ost dann seine Reizung genommen ohne Karo Ass?
Jetzt zieht man Pik Ass und König und sieht, dass West in der zweiten Runde ausblendet, Ost hat also noch 4 Piks und 4 Coeurs, er ist also neben Treff auch noch in Karo Chicane, man kann es kaum glauben, aber es ist so.Seine Reizung war allein verteilungsbasiert ( 7-6), er hat weder Karo Ass noch die Dame.
Jetzt gewinnt man mit klein Karo zum Buben, den West mit der Dame nimmt.
Falls er mit Karo fortsetzt realisiert Nord einen Karostich und gewinnt den Kontrakt mit Coeur Ass, 3 Pik, einem Karostich und 4 Treffstichen.
Setzt West mit Treff fort, übernimmt Süd Nords Treff Bube zieht Treff König und spielt Karo, legt West die 9 übernimmt Nord mit der 10 und spielt erneut Karo zu Süds 7, West bekommt nur noch Karo Ass.
Legt West klein, bleibt auch Nord klein, Süd spielt das letzte Karo, West erhält ebenfalls nur noch Karo Ass.
Eine super spannende Hand in Reizung und Abspiel.
Ich kann gut verstehen, dass alle in 3 SA fielen, die von mir vorgestellte Lösung hätte ich am Tisch u. U. selber auch gar nicht gefunden.
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Betreff: Warum wieder so faul? ( 16.06.2026 )

Heute habe ich eine sehr einfache Schlemmreizung, wo der Saal wieder wie meistens bietfaul in 3 SA war.
Süd eröffnet mit 1 Karo, Nord hat eine ideale Hand für Inverted Minor 2 Karo.
Süd meldet mit 2 Pik einen Pikstopper und kein Minimum, dies verneint gleichzeitig einen Coeurstopper.
Nord bietet 3 Coeur, was einen Coeurstopper zeigt und gleichzeitig einen Treffstopper verneint.
Süd hat bisher eine Hand ab ca. 14 FP gezeigt, hat aber 19 FP, deshalb ist es praktisch verboten, jetzt nur 3 SA zu reizen, er bietet daher stop 4 SA.Dies ist keine Assfrage, es ist quantitativ und zeigt eine Hand etwa ab 17 FP mit Treffstopper.
Nord kann jetzt selbst entscheiden, ob er Süd 6 Karo oder 6 SA spielen lassen will, ich würde 6 SA wählen.
Es ist vollkommen unerklärlich, warum hier niemand im Schlemm war, dieser ist wirklich einfach und praktisch risikolos.
Was ist hier wichtig?
Süd hat zunächst ca. 14 Punkte versprochen, hat aber 19, damit kann man nicht das Gleiche ( z. B. 3 SA) bieten, sondern muß nach Stärke differenzieren.
Nehmen wir an, Süd würde tief schlafen und 3 SA bieten.
Dann ist es an Nord mit dem 6er Karo und 3 Kontrollen in den Oberfarben noch einen Move zu machen, mit dieser Hand ist pass auf 3 SA ein NO GO.
Ich würde mit 4 Karo die Assfrage stellen, man erfährt von 2 KeyCards und sagt ebenfalls einen der beiden Schlemms an.
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Betreff: 4-4 oder 5-3 ? ( 16.06.2026 )

Heute habe ich eine Standardreizung nach der 2 SA Eröffnung.
Manche werden die Nordhand mit 2 Assen und einem König eröffnen, ich empfehle das nicht.
Süd eröffnet mit 2 SA, Nord bietet 3 Treff Puppet oder Muppet Stayman.
Süd antwortet 3 Karo und zeigt damit mindestens eine 4er Oberfarbe.
Nord bietet 3 Pik und zeigt damit zunächst ein 4er Coeur, Süd geht auf 3 SA, weil er ein 4er Pik hat.
Nord hebt mit seinem 4er Pik in 6 Pik.
Der Kontrakt spielt sich einfach, je nachdem, wie man nach dem Trümpfeziehen in Coeur schneidet macht man 12 oder 13 Stiche.
Pik spielt sich im 4-4 Fit deutlich einfacher, weil man dann auf die 5er Farbe Coeur ggfls. Verlierer der Südhand abwerfen kann.
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Betreff: Reiztechnik ( 16.06.2026 )

Heute habe ich einen Aspekt der Reiztechnik nach Wiederbelebungskontra des Partners.
West eröffnet mit 1 Karo, Ost antwortet 1 SA, nach pass pass ist Nord am Zuge und wiederbelebt ( = gefährlich mit dem Double Pik,aber letztlich alternativlos) die Reizung mit Kontra.
Süd sollte jetzt KEINE EIGENE Farbe reizen, sondern mit 2 Karo ( = Überruf der Gegnerfarbe) gleichlange Oberfarben melden und damit seinem Partner die Auswahl überlassen.Somit erreichen N/S den Topkontrakt in Coeur.
Was ist hier wichtig?
Es kommt sehr oft darauf an, in Alternativen zu denken, der Kontrierende hat oftmals nicht die Optimalverteilung von 4-4 ( = sehr oft 3-4 oder 4-3), Süd hat jetzt hier die Idealkonstellation, dass er 4-4 hat, über den Überruf der Gegnerfarbe findet man dann sicher den besten Fit, malen Sie sich nur aus Süd hätte hier achtlos 2 Coeur geboten und Nord hätte ein 4er Pik und double Coeur gehabt.
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Betreff: Unterfarbschlemm? ( 16.06.2026 )

Heute habe ich eine exotische Reizung, aber wer so etwas im Programm hat, kann hier davon profitieren.
Süd eröffnet mit stop 2 SA, Nord bietet konventionell 3 Pik ( = mind. leichtes Schlemminteresse in einer oder beiden Unterfarben), Süd gibt das Pflichtrelais 3 SA ab.
Nord deklariert mit 4 Pik eine Kürze in Pik und Schlemminteresse in beiden Unterfarben.
Süd hat ein 4 er Treff und eine schlemmgeeignete Hand mit vielen Kontrollen, er traut seinem Partner ( = der allerdings ein sehr knappes Minimum für seine Reizung hat) und bietet 6 Treff aus.
Der Kontrakt spielt sich wunderbar, man gibt nur Karo Ass heraus.
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Betreff: Eröffnen? ( 16.06.2026 )

Heute habe ich das Thema Reizstrategie.
Nachdem Süd passt, steht West vor er Frage, ob er diese Hand nach der 20er Regel ( = Summe auf FP und Länge der beiden längsten Farben soll mindestens 20 betragen) mit 1 Coeur eröffnen soll oder sie besser ( = ganz klar meine Wahl) anpasst.Für Anpassen spricht hier eindeutig der Umstand , dass die Coeurs länger als die Piks sind und man u. U. die Piks nicht mehr revers zeigen kann, bei umgedrehten Farben wäre es für mich eine 1 Pikeröffnung.
Nord eröffnet mit 1 Treff, Süd bietet 1 Karo.
Jetzt kann West mit stop 2 SA einen Oberfarbzweifärber mit mindestens 10 Karten zeigen.
Seine Reizstrategie ist voll aufgegangen, O/W kommen in den Idealkontrakt von 3 Pik von Ost.
Diesen Kontrakt haben zwei Paare erreicht, m. E. beide nach falscher Reizung zu spielen von West.In 3 Pik von West kommt man nicht mit einer direkten Zweifärberreizung, sondern nur mit völlig überzogener Reversreizung von West oder anfänglich falscher Eröffnung von 1 Pik.
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Betreff: Die Macht der Kürzen ( 16.06.2026 )

Heute habe ich mal wieder eine Schlemmreizung, die auf einer Kürze basiert.
Ost eröffnet mit 1 Karo, West bietet 2 Karo ( = inverted minor).
Ost hat jetzt 2 mögliche Gebote, nämlich 2 SA ( = ich bin Minimum) oder stop 4 Treff ( = Kürze in Treff, legt Karo als Trumpffarbe fest).
Aufgrund des guten 6er Karos ist das für mich keine Frage, damit reize ich glasklar 4 Treff ( = Partieforcing).
West kann jetzt die Assfrage mit 4 karo stellen und erfährt von 2 KeyCards plus Karo Dame ( = Karo Ass und König),die Dame lügt Ost dazu, weil ein mindestens 10 Kartenfit vorliegt.
West schließt mit 6 Karo ab, da eine KeyCard ( = Treff Ass) fehlt.
6 Karo spielen sich völig problemlos.
Hätte Ost hier 2 SA geboten, wäre man nicht mehr in den Schlemm gekommen, West hätte 3 Coeur geboten, Ost 3 Pik und West hätte mit 5 Karo abschließen müsssen, es ist nicht mehr herauszufinden, dass zwar kein Treffstopper vorhanden ist, aber eine Kürze für einen Karoschlemm.
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Betreff: Paarturnierdschungel ( 16.06.2026 )

Heute habe ich eine interesssante Paarturnierreizung.
Ost eröffnet mit 1 Pik, West bietet 1 SA und Ost 2 Pik.
West bringt jetzt mit 3 Coeur seine langen Coeurs ins Geschäft, Ost hebt auf 4 Coeur.
Nord hat eine sehr schwere Entscheidung zu treffen. 3 Asse lachen ihn an, aber reicht das um 4 Coeur zu Fall zu bringen?
Er entscheidet sich O/W noch eine Aufgabe zu stellen ( = sehr gut) und bietet 4 SA, einen Zweifärber.
Süd bietet 5 Karo.
2 von 5 mal boten O/W jetzt noch völlig grundlos ( wo ist die Zusatzstärke? ) 5 Coeur und fielen verdient im Kontra.
Der Gegner hat offensichtlich eine gute Verteidigung gefunden, man kann nur kontrieren und muß auf 4 Faller hoffen.
Diese Hoffnung erfüllt sich nicht, Süd wird 2 oder 3 mal fallen.
Was ist hier wichtig?
Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Gegner seinen Kontrakt erfüllt, stellen Sie ihm noch eine Aufgabe, wann immer Ihr Blatt dies zuläßt.
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Betreff: NUF ( 15.06.2026 )

Heute habe ich das unverzichtbare Reizungstool NUF = Neue Unterfarbe Forcing.
Nord passt die Hand an ( = gut so), Süd eröffnet mit 1 Treff, Nord bietet 1 Coeur und Süd 1 SA.
Nord muß jetzt mit 11 FP eine Einladung aussprechen und benutzt dazu das künstliche Gebot 2 Karo.( = rundenforcierend, sagt nichts über Karo aus).
Süd bietet 3 Coeur ( = 3er Coeur und Maximum), Nord geht auf 4 Coeur.
4 Coeur spielen sich nicht einfach, mit der richtigen Technik ( = Coeurtiefschnitt auf die 10 ) erfüllt man den Kontrakt, Gratulation an Paar 4.
Was ist hier wichtig?
Mit 10- 12 FP braucht man als Antwortender dringend das Reizinstrument NUF, um den Eröffner zu weiterer Blattbeschreibung und auch einer Stärkedifferenzierung zu bewegen, bevor man den sinnvollsten Endkontrakt festlegt.
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Betreff: Keine Schlemmgelüste? ( 15.06.2026 )

Heute habe ich wieder einmal das Thema mangelnde Vorstellungskraft.
West eröffnet mit 1 Coeur, Ost bietet 2 Treff ( = weil er die Coeurs sonst nicht sinnvoll heben kann).
Ich kann mir jetzt auf West nur noch wenige Handstrukturen vorstellen, wo man nicht Schlemm spielen kann, es ist vollkommen unstrittig, dass man zumindest starkes Schlemminteresse zeigen muß und die entsprechende Untersuchung durchführen muß.
Das beste Gebot dafür ist sicherlich jetzt 2 Pik revers.
Ich weis, einige von Ihnen werden jetzt sagen, " revers ist doch ab 16, West hat aber nur 14 FP".
Diesen Spielern sage ich : "Sorry, Sie können zwar bis 16 zählen, können aber leider keine Bridgehand bewerten", warum?
West hat 15 FP, ( = Ass, König in Pik sind 8 FP, 2 Asse quasi), Coeur Ass, Dame Bube zu fünft ist auch mehr wert als 7 FP, dazu ein Chicane, wenn auch in Partnerfarbe) , eine 6-5 Verteilung,die Hand ist etwa 20 Punkte wert und damit eine klare Reversreizung.
Ost bietet 3 Karo und West 3 Coeur ( = Schlemminteresse), Ost stellt die Assfrage und bietet 6 Coeur aus.
Man muss in dieser Hand nicht 7 Coeur finden ( = geht weil Pik 3-3 steht), aber nicht in 6 zu sein ist eine nicht akzeptable bridgeliche Armut.
Was ist hier wichtig?
ZÄEHLEN SIE NICHT PUNKTE, BEWERTEN SIE HÄNDE.
Wenn Sie das nicht verstehen und beherzigen, wird sich Ihr Bridge nicht verändern, Sie spielen auch in 10 Jahren noch 4 Coeur plus 3.
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Betreff: Tödliches Ausspiel ( 15.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel für ein tödliches Ausspiel.
Nord eröffnet mit 1 Coeur, Ost bietet 1 Pik, West 2 Coeur, Nord 3 Karo und Ost 4 Pik.
Ob Nord diese im Paarturnier kontrieren sollte oder nicht ist Geschmacksache, es ist sowieso der schwache Süd, der mit dem Ausspiel die Partie entscheidet.
Was sollten die Überlegungen von Süd nach dieser Reizung sein?
Nord hat mit 1 Coeur,3 Karo eine 5-4 oder aber eine 5-5 Hand gezeigt, hat also nur 3 Karten in den schwarzen Farben, hoffentlich 2 Piks und ein Treff.
Er hat außerdem mit Coeur Bube , 9 zwei Entreemöglichkeiten.
Um den Kontrakt zu schlagen, bräuchte Nord Treff Ass, Pik Ass double und Coeur Marriage, nicht übermäßig wahrscheinlich, aber auch mit ca. 20 % möglich, weil Ost wahrscheinlich keine dieser 4 Karten hat, falls er Karo Ass haben sollte.
Also spielt Süd Treff zu Nords Ass aus, der klein Coeur zur 9 von Süd retourniert, gewonnen mit Wests Ass.
Jetzt ist der Kontrakt nicht mehr zu gewinnen, weil Ost nicht sowohl die Trümpfe ziehen kann als auch den Treffschnitt für den Abwurf eines roten Verlierers machen kann.
Was ist in dieser Hand wichtig?
Süd sollte nicht blind mit Coeur oder Karo eine der Partnerfarben ausspielen , sondern NACHDENKEN , das kann man übrigens auch, wenn man, wie hier Süd, wenig hat, er hat aber mit Coeur Bube, 9 die richtigen Karten.
"Muss man das erkennen, Sie verlangen sehr viel, Herr Koch? " werden Sie einwenden.
" Nein, das müssen Sie nicht erkennen, Sie sollten aber eine Idee in diese Richtung entwickeln, die Reizung legt es nahe",antworte ich.
Paar 3 war übrigens schon mal auf dem richtigen Weg dazu mit Ausspiel der Treff 3, Nord fehlte hier aber die Fantasie, Süd den Coeur Buben zuzutrauen, schade.
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Betreff: Schweres Stöffchen ( 10.06.2026 )

Heute habe ich eine sehr schwer zu reizende Hand.
West eröffnet mit 1 Coeur, Nord bietet 2 Karo.
Es gibt Terroristenpaare, die mit der Osthand stop 3 Coeur reizen,ich empfehle das nicht.
Süd hat eine volle eigene Eröffnung, er muß sich irgendwie rühren, das dritte Ass in Coeur ist ein schlechter Stopper, so dass er SA zumindest vorerst nicht belegen will.
Wie so oft ist, falls man stark ist, der Gegnerfarbenüberruf erst mal ein Rettungsanker, um Stärke zu zeigen und Partner um weitere Blattbeschreibung zu bitten.
Also 2 Coeur von Süd, West passt.
Nord hat eine schwierige Situation, er hat 13 FP, dabei allerdings der blanke König in Gegnerfarbe, aber auch ein passables 7er Karo.
Alles in allem sollte er damit nicht minimalistisch bieten, er entscheidet sich für stop 4 Karo, nicht abgesprochen, ob dies Assfrage ist oder nur Stärke und Farblänge zeigt.
Ich würde auf Süd Schlemm verwerfen und 5 Karo als Spielvorschlag machen, alle passen.
Es gehen hier sogar 6 Karo, die kann man aber kaum reizen.
Was aber nicht passieren darf ist, dass N/S hier im Teilkontrakt versanden, entweder muß einer den Mut haben, SA zu reizen oder eben 5 Karo.
Was ist hier wichtig?
Nachdem Nord mit 2 Karo eine Hand mit zweistelliger Figurenpunktanzahl zeigt,muß Süd stark reizen.
Nachdem Süd stark reizte ist Nord zu stark für nur 3 Karo, er muß entweder mit 3 Coeur nach Stopper fragen oder stop 4 Karo reizen.
Wichtig ist, dass man sich dazu erzieht, einen Unterschied zwischen Händen mit z. B. 6 FP und z. B. 11 FP ( = ca.2 Stiche Differenz) zu machen und dies in der Reizung auch zum Ausdruck zu bringen.
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Betreff: Auf Partie gehen? ( 10.06.2026 )

Heute habe ich ein interessantes Reiz- und Judgementproblem.
West eröffnet mit 1 Pik, Ost kann passen ( = nicht meine Wahl) oder 1 SA bieten.
Auf 1 SA bietet West sehr knappe 3 Treff und Ost reizt 3 Coeur.
Dies zeigt in der Tendenz lange Coeurs, die er mangels Punkten in der ersten Bietrunde nicht zeigen konnte, es kann aber dennoch auch nur ein 5er sein ( = dann mit mind. 4er Karo und schwachem Anschluss in den dunklen Farben).
West steht jetzt vor der interessanten Frage, ob er mit seinem schönen Double die Partie in Coeur ausbietet oder 3 Coeur passt.
Ich würde es mit 3 Assen riskieren, wohl wissend, dass bei meinem Partner auch sehr gut mal eine ( Sub-) Minimumhand mit extremer Pikkürze vorliegen könnte,genau wie es hier der Fall ist.
Man kommt letztlich mit 4 Coeur nach Hause, entscheidend dafür ist der Besitz von Karo 10.
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Betreff: Irrationale Reizung ( 10.06.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel für Standardreiztechnik.
Süd eröffnet klassisch mit stop 2 Pik.
West und Nord passen, Ost ist am Zuge.
Gemäß der unter besseren Spielern als Common Sense geltenden Theorie MUSS ( = nicht darf , sollte vielleicht oder könnte mal) Ost jetzt mit seiner ( = hier nur relativen) Pikkürze aufkontrieren.
Er verfolgt damit zwei Zielsetzungen, zum ersten vertreibt er N/S aus ihrem Wohnzimmer 2 Pik, zum zweiten gibt er dem Partner die Chance auf Wandlung des Kontras in ein Strafkontra.
West hat es jetzt sehr schwer.
Betrachtet man nur die Pikhaltung, ist eine Wandlung normal.
Er hat aber auch 12 FP, da kommt sehr schnell die Frage auf, ob ein eigenes Vollspiel oder sogar mehr gehen könnte, dann wären nur 2 grüne Faller schon zu wenig.
Nach reichlicher und reiflicher Überlegung wandelt West durch pass Osts Infokontra in ein Strafkontra.
Den Kontrakt 2 Pik von Süd kann es also in dieser Hand nicht geben.
Kann es 2 Pik im Kontra geben?
Ja, kann es, aber nur bei einem fantasiefreien und hilflosen Spieler auf Nord.
Wie stellt sich die Lage aus Sicht von Nord dar?
Der Gegner hat ( was Nord angesichts seines Chicanes in Pik nicht sehr verwundert) unmisverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er seinen Partner Süd ordentlich zur Ader lassen will.
Nord hat selbst 2 5er Farben,da sollte ein Fluchtversuch selbstverständlich sein.Wenn ich zwei 5er Farben habe, biete ich auch beide dem Partner an, ich reize nicht eine der beiden Farben, ich will die spielen, in der wir den besseren gemeinsamen Fit haben.
Das ideale ( und ebenfalls unmisverständliche) Gebot dafür ist das hier sogar extrem bietraumschonende 2 SA, ein beliebiger Zweifärber.
Ost wartet ab und passt ( = Kontra würde auch Zusatzstärke, mindestens gute Eröffnung ), das pass ist hier ohnehin forcierend.
Nachdem Nord in der ersten Bietrunde passte, kann Süd Nords 2 SA jetzt zu 100% sicher als Fluchtiniative erkennen, er bietet folglich 3 Treff und schlägt heimlich 3 Kreuze, dass er nicht kontriert 2 Pik spielen muß.
West und Nord passen.
Es ist in der Theorie jetzt strittig, ob das Pass von West noch forcierend ist oder nicht.Falls es als forcierend gespielt würde, haben sich O/W in eine kritische Situation hineinmanövriert, Ost müßte wohl 3 Karo bieten.
Damit ist kein Paar in einem plausiblen Kontrakt wie 3 Treff VON SÜD oder 3 Karo von Ost gelandet.
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Betreff: Kann es 2 Pik sein? ( 10.06.2026 )

Heute habe ich ein weiteres Beispiel für das Verhalten in kompetitiven Reizsituationen.
Ost ist zu stark für stop 2 Pik und passt entweder ( = nicht meine Strategie) oder bietet nach der 20er Regel 1 Pik.
West hebt in 2 Pik, Nord ist am Zuge.
Da Süd in der ersten Bietrunde passte wird die Reizung aus der Sicht von N/S beendet sein, falls Nord jetzt passt.
Dann spielen O/W in ihrem Wohnzimmer friedliche 2 Pik und schreiben 110.
Selbstverständlich ist es gefährlich, jetzt in rot mit 11 Punkten bei noch unlimitiertem Eröffner Ost in die Reizung zu gehen, ein Pass führt aber in jedem Fall zu einem schlechten Resultat, daher ist Nord gut beraten, mit der 6er Farbe noch 3 Treff zu bieten, dies könnte u.U. dazu führen, dass O/W am Ende eine Stufe höher spielen müssten, als sie vorhatten. Ob dies erfolgreich wäre weis man nicht, 2 Pik zu passen ist es sicher nicht.
In der Praxis wird West möglicherweise noch 3 Pik bieten, die Süd im Paarturnier für den " Kiss of Death", den berühmten Todeskuss kontrieren würde.
Passt West hingegen, wird Nord 3 Treff mühelos erfüllen.
Was ist hier wichtig?
Im Paarturnier ist es fast immer richtig, den Gegner vor ein Problem zu stellen, in dieser Situation neigt er dazu Fehler zu machen, wenn man ihn in seinem " Wohlfühlkontrakt 2 Pik " spielen läßt hat er keine Probleme, er kann nichts falsch machen.
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Betreff: Ein stolzer Teilkontrakt? ( 09.06.2026 )

Heute habe ich wieder mal eine Reminiszenz an die zweite Grundschulklasse im Fach Rechnen, einfache Addition.
West eröffnet mit 1 Treff, " wieso mit 1 Treff und nicht mit 1 Pik " werden Sie fragen.
Weil man mit einer schwachen Eröffnung und 5-5 in Treff und Pik mit Treff aufmacht, weil sonst der Trefffit ( = und damit evtl. sogar ein Doppelfit) zu leicht verloren geht, weil man von der Stärke her nicht revers die Treffs nachreizen kann.
Ost bietet 1 Coeur, West 1 Pik und Ost jetzt 2 Karo ( = Vierte Farbe Forcing), worauf West jetzt mit 2 Pik die 5-5 Hand mit Minimum zeigt.
Ost hat jetzt ggü. der Eröffnung in erster Hand des Partners 13 FP, in Pik die nicht allzu schlechte Mitgift von Ass, König, Bube, dazu in Treff den Doppelfit und das Wissen um die Kürzen des Partners in den roten Farben.
Ich würde hiermit den Schlemm, der in beiden schwarzen Farben und im SA geht, wegen Minimum beim Partner nicht ausreizen wollen, aber warum 5 Paare ( = 50% ) nicht wenigstens in 4 Pik sind, ist nicht erklärbar.
Die Hand ist sehr nahe an einem Schlemmversuch, hier im Teilkontrakt zu sein ist ein bridgelicher Offenbarungseid.
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Betreff: Judgement ( 09.06.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel für Judgement in der kompetitiven Reizung.
Ost eröffnet mit 1 Karo, Süd bietet stop 2 Coeur ubd West kontriert.
Nord ist am Zuge.Was sollten seine Überlegungen sein?
Der Gegner wird eine Punktmajorität von ca. 21 bis 24 Punkten haben.
N/S haben einen 9 Kartenfit, nach dem Law of Total tricks gehört man damit ohnehin in die 3er Stufe, also ist jetzt 3 Coeur völlig normal.
Über 3 Coeur hat Ost kein freiwilliges Gebot mehr und West auch nicht.
Sollte Nord über Wests Kontra passen wird Ost 3 Treff bieten, nach pass vob Süd und West ist Nord wieder dran, wie sieht es jetzt aus?
O/W haben erklärt, dass sie keinen Pikfit haben und nicht 3 SA oder 5 in Unterfarbe versuchen wollen, was heißt das?
3 Coeur von Nord ist jetzt keine Option mehr, es ist ABSOLUTE PFLICHT.
Nach 3 Coeur können O/W machen, was sie wollen, sie schreiben mimus, 3 Coeur hingegen spielen sich sehr einfach.
Was ist hier wichtig?
Lassen Sie den Gegner im Paarturnier nicht in seiner Komfortzone spielen, d.h. Ost/ West dürfen N/S hier niemals 2 Coeur spielen lassen und umgekehrt dürfen N/S ihrerseits niemals Ost / West 3 in Unterfarbe spielen lassen, man muß dem Gegner die Chance geben, etwas falsch zu machen.
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Betreff: Schlemmversuch? ( 08.06.2026 )

Heute habe ich ein Board mit der ewig jungen Frage " Schlemmversuch ja oder nein".
Süd eröffnet mit 1 Coeur, Nord hat 15 FP und reizt daher mit 2 Karo zunächst seine längeren Karos als 1 Pik.
Süd hebt mit 3 Karo die Karos.
Mit Nords Hand jetzt 3 SA zu reizen ist rikant und unnötig, man kann mit 3 Pik einen Pikstopper zeigen.
Süds Hand ist jetzt hinreichend stark genug und schlemmgeeignet, er fragt mit 4 Karo nach den Assen.
Er erfährt von 1 KeyCard, fragt mit 4 Pik noch nach der Trumpfdame und erfährt mit 4 SA von deren Vorhandensein ebenso wie der des Pik Königs.
Daraufhin sagt Süd den 6 Karoschlemm an, der sich völlig problemlos spielt.
Was ist hier wichtig ?
Nord sollte Abenteuer wie 3 SA vermeiden, solange es noch bessere, seine Hand beschreibende und forcierende Gebote gibt, Süd hat mit 2 Assen und 2 Königen, der Kürze und den sehr guten Mittelkarten ( = letztere braucht man hier aber gar nicht) eine schlemmgeeignete Hand, er sollte also den Schlemmimpuls setzen und bei Vorhandensein der Trumpfdame diesen dann auch ausreizen.
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Betreff: Geduld bitte ( 08.06.2026 )

Heute habe ich ein Beispiel dafür, dass man das Potenzial seiner Hände erst ausloten soll, bevor man eine Kontraktentscheidung trifft.
Ost eröffnet mit 1 Coeur, Süd bietet 2 Karo.
West kontrierte, Ost bot 2 Coeur und West schloss jetzt mit einer eigenen Eröffnung völlig überhastet mit stop 3 SA ab ( " ich wollte mit dem double Karo König den SA belegen") anstatt forcierend seine Piks zu zeigen, worauf Ost/ West völlig normal in den Topkontrakt 4 Pik kommen.
Manchmal fragt man sich, was erfahrene Turnierspieler so machen.
Es gibt viele Hände, in denen der richtige Spieler ( = hier West) eine bestimmte Farbe stoppt und dann " springen" muß, aber sicherlich nicht diese.Wenn ich hiermit 3 SA biete, muß ich nach dem Karoausspiel und Gewinn des Stiches 8 weitere Stiche " von oben" haben, also keinen einzigen Aussteiger mehr benötigen.
Einen Grund anzunehmen, dass ( = trotz zweifacher Coeurreizung durch Ost) diese 8 Stiche aus einer oder 2 Stichquellen kommen würden liegt nicht hinreichend sicher genug vor, gerade die Haltungen von West in Pik und Treff sprechen zwar für ein gutes Stichpotenzial, aber eben genau nicht für viele Schnellstiche, dabei ist es doch genau das, was man hier braucht.
Wenn man in dieser Situation ist, sind sowohl 4 Pik als auch 4 Coeur noch mögliche Kontrakte, außerdem wäre 2 Pik nach dem vorherigen Kontra und danach 2 Coeur von Ost ( = nicht zwingend ein 6er Coeur) forcierend, Ost hätte hier konkret mit 3 Pik ( = kann jetzt ein maximal 3er Pik sein) die Piks bestätigen können.
Ich stelle immer wieder fest, dass die Spieler gerade mit starken Händen ( z. B. aus unbestimmter Angst vor einem möglichen vorzeitigen Pass des Partners) möglichst schnell " irgendwo ankommen" wollen, ich untersuche mit forcierenden Geboten lieber zuvor, wo denn " mein Sehnsuchtsort" wohl liegen könnte.
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Betreff: Logik? ( 08.06.2026 )

Heute habe ich ein sehr schönes Beispiel für Logikgedanken im Bridge.
Süd eröffnet mit 1 Pik, Nord bietet 2 Coeur,Süd 2 Pik und Nord 3 Treff, worauf Süd 3 Karo und Nord 3 SA bietet.
Ich griff mit Coeur 5 an, Nord gewann den Stich mit Coeur Dame.
Jetzt folgte klein Karo zum König ( = glücklicherweise für die Verteidigung) und Ass.
Was sollte dies der Verteidigung sagen?
Nord ging zur Erfülllung seines Kontraktes nicht über Pik,sondern über Karo, also hat er weder Pik Ass noch Pik Dame in der Hand.
Jetzt ist der Faller selbstverständlich, es sei denn, Herr Koch sitzt auf Ost.
West stieg ( = sehr richtig) mit Treff aus,Süd gewann mit der Dame und legte Coeur König vor.
Ich sah, dass West auf Coeur König ausblendete und kam ins Grübeln.
Falls ich Coeur Ass genommen hätte, wären die Coeurs in der Hand des Allleinspielers hoch geworden.Dies wollte ich als "strategisches Wunderkind" natürlich verhindern und duckte Coeur Konig.
Jetzt erfüllte Nord den Kontrakt.
Wäre ich meiner simplen Logik gefolgt, dass Nord weder Ass noch Dame in Pik hielte, hätten wir es mit Coeur Ass, Karo Dame und 2 Pikstichen 1 Mal zu Fall gebracht.
" Schweinchen schlau" Josef war also wieder mal an seinem Präzisionswahn gescheitert als einfach seiner richtigen logischen Spielanalyse zu folgen, der hoch verdiente Lohn war der Nuller.
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Betreff: Ausspiel ( 07.06.2026 )

Heute habe ich ein schönes Beispiel für Ausspiele gegen SA- Kontrakte.
Nord/ Süd landen nach der Reizung 1 Karo, pass von Ost ( = m. E. ist 1 Coeur angemessen), 1 Pik von Süd in 1 SA von Nord.
Was sollte Ost angreifen ?
Das Entree von Treff Ass sollte sowohl gegen 1 SA als erst recht gegen 3 SA zum Ausspiel eines kleinen Coeurs führen.
Damit macht man gegen jede beliebige 3 er Länge der Gegner alleine 4 Coeur und einen Treffstich, einen Pikstich wird die Verteidigung wohl noch zusätzlich erzielen.
Ein weiteres Argument für das Ausspiel eines kleinen Coeurs sieht man anhand der nun eintretenden Katastrophe, wo Ost im zweiten Coeurstich die nunmehr blanke Coeur Dame der Partnerin fällt, so dass Nord nun sogar selbst 2 Coeurstiche macht.
Bei Ausspiel von klein Coeur hätte die Dame von West prima mitwirken können, nur die Coeur 10 am Tisch verhindert jetzt, dass Ost/ West keine 5 Coeurstiche machen.
Wie hätte Ost angreifen sollen, falls er kein eigenes Entree in Treff hätte?
Die Antwort ist klar, jetzt nämlich erst recht ein kleines Coeur.Man muß nämlich dann darauf hoffen, dass West ein Entree ( und vielleicht sogar ein 3er Coeur hat), um dann plötzlich 4 Coeurstiche zu erzielen, statt nur 2, falls der Alleinspieler z. B. die dritte Dame haben sollte.
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Betreff: Fehlerkette ( 07.06.2026 )

Heute habe ich, als Nord sozusagen in eigener Sache, ein schönes Beispiel für eine Fehlerkette.
Süd passte die Hand an, West bot fragwürdig 1 Karo.
Gerade bei gepasstem Partner sollte ich auf Nord jetzt unbedingt stop 3 Treff ( und nicht wie ich fehlerhaft nur 2 Treff) reizen.
Über 2 Treff bot Ost jetzt 2 Pik (nach stop 3 Treff hätte er sicherlich gepasst), Süd und West passten, ich bot 3 Treff, nach pass, pass ging West auf 3 Pik, die meine Partnerin jetzt fehlerhaft nicht kontrierte.
200 für einen kontrierten Faller in rot wäre bereits ein alleiniger Top gewesen, 3 Pik fällt aber bei korrekter Verteidigung sogar 2 mal für minus 500.
Dies verpassten wir aber wiederum durch einen Spielfehler meinerseits, ich hätte nach Treff Ass im ersten Stich einfach mit Treff Dame fortsetzen sollen.
So gingen wir einem verdient schlechten Ergebnis vom Tisch, wo ein Top keine Heldenleistung, sondern eigentlich völlig normal gewesen wäre.
Was lehrt uns diese Hand?
1. Dies ist mit einer guten 7er Farbe nicht 2 Treff sondern stop 3 Treff.
2. Wenn mein Partner zweimal im Alleingang reizt, kontriere ich 3 Pik mit 4 ordentlichen Piks und 10 FP.
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